6 Gründe, warum Handwerker ihre Termine nicht einhalten.

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Gestern hat es mich eiskalt erwischt. Ich wurde von einem Subunternehmer versetzt. Seit 2 Wochen verspricht er mir den Hausabriß. Nun wird es wohl nächste Woche…

Das ist eine traurige Wahrheit im Handwerk: Zugesagte Termine können manchmal nicht eingehalten werden.

Warum gestaltet sich das Terminieren im Handwerk so schwierig?

  1. Handwerk wird von Menschenhand gemacht.
    Jedes handwerkliche Tun ist individuell und wird von Menschen ausgeführt. Im Gegensatz zur Industrie, die auf Knopfdruck das Fließband in Bewegung setzen, ist der Mensch nicht jeden Tag in der gleichen körperlichen und geistigen Verfassung. Nicht immer läuft bei ihm alles rund. An manchen Tagen besser, an manch anderen Tagen schlechter. Auch wenn wir das alle nicht sehen wollen: Wir sind Menschen und keine Maschinen, die ständig auf Hochtouren laufen.
  2. Unvorgesehenes macht einem einen Strich durch den Terminplan. So wie ein Operateur manchmal nicht in das Innere
    eines Menschen blicken kann, so ist es manchmal auch schwierig in das Gebäudeinnere zu schauen.
    Erst beim Tun kommen “außergewöhnliche Gebäudemissstände” ans Tageslicht, die man vorher nicht einschätzen
    oder sehen konnte.
  3. Auftragserweiterung
    Nicht selten gibt der Bauherr vor Ort Zusatzarbeiten an. Unter dem Motto “Wenn der Handwerker schon mal da, kann er dieses oder jenes gleich mitmachen.”
    Wer weiß, wann er wieder kommt.” Solche Sonderwünsche werfen natürlich die betriebliche Planung über Bord. Aber schön ist es trotzdem…

  4. Vorlieferanten spuren nicht
    So wie in meinem Eingangsbeispiel ist es fatal, wenn Vorlieferanten einem “hängenlassen”.
    Da stimmt man seinen Terminplan darauf ab und ist dann regelrecht verlassen, wenn einem die Vorhandwerker
    sitzen lassen  (die übrigens in einem ähnlichen Dilemma stecken können, wie hier besprochen).
  5. Krankheit der Mitarbeiter
    Absolut unpassend fliegt eine Krankheitsmeldung eines Mitarbeiters ins Haus. Sonntag abend ruft ein Mitarbeiter
    an und verkündet, dass er morgen nicht kommen kann. Jetzt fangt das Jonglieren und Umdisponieren an, im
    schlimmsten Falle die Absage beim Kunden.
  6. Eigene Unzulänglichkeiten
    Auch wenn es die knallharte Wahrheit ist: Manche Menschen jagen ein Leben lang ihrem Organisationstalent nach.
    Sie sind für die Baustellenplanung und -dispositon völlig ungeeignet und wundern sich, wenn sie die Kunden ständig vergraulen.

Dass Handwerker oft unzuverlässig sind, ihre Termine nicht einhalten, das haben Sie bestimmt auch schon erlebt.
Doch es gibt auch Ausnahmen und diese Ausnahmen machen sich einen Namen.

Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit Handwerkern gemacht?

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